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#Seltsam? Sonderlich? Hässlich? Vorurteile & Selbstvorwürfe. #Leben #SCHULE

Sehr oft hab ich mir die Frage gestellt, ob ich eigentlich normal bin. Dann wiederum denke ich mir, es kann so einfach sein - aber dann klopfen meine Ängste, Vorurteile und Erfahrungen der letzten Jahre an der Tür. Damit man es aber halbwegs versteht, muss ich ein paar Jahre zurückspringen. 

 Kindergarten. Ich war ein liebes Mädl, was man knuddeln konnte. Kam mit jedem klar - eckte aber auch mal an. wer nicht? Alles war da soweit hübsch und ich fühlte mich pudelwohl. Natürlich, war ich im Kindergarten schon zurückhaltend und schüchtern. Spielte mit Mädls und Jungs und hatte eben Spaß, was Kinder in der Zeit so haben. :D

 Meine Volksschulzeit. Da fings irgendwie an. Ich wurde mit der Zeit ausgegrenzt und gemieden - hab nie verstanden warum. Natürlich wollte ich damals in der Volksschule nicht all das machen, was andere machen. Z.b: bei Gruppenarbeiten blieb ich immer übrig bzw. keiner wollte mit mir zusammenarbeiten. Natürlich denkt man sich jetzt sicher: "Ach was, das waren alle noch jung und dumm." Ja, vielleicht. Aber für ein Mädl mit sagen wir mal 10 oder 12 Jahren schon prägend irgendwie. Ich hatte viel mit Mädls zu tun, Jungs mied ich und sie mieden mich großteils. Natürlich war ich auch schüchtern.. ich war extremst ruhig.

Joa, soweit sogut.

Hauptschule. YES - Jetzt fings an. 1. Jahr schien alles besser zu werden. Ich redete mehr, wollte meine Chance nutzen, um besser klarzukommen. Hatte viele Freunde, mit Jungs kam ich klar und ich fühlte mich irgendwie... irgendwie.. "beliebt". Aber dann.. hrm.. dann knallte es gewaltig und alles veränderte sich schlagartig. Meine sozusagen damalige "beste Freundin" setzt irgendwas in die Welt, dass ich fies bin und so.. und das hatte die Auswirkung, dass mich die Leute mieden, sie dann nicht mehr mit mir redetete und ich war dann ein gefundenes Fressen für alle anderen. Ich wurde gemobbt, weil ich mir keine super Klamotten leisten konnte, wurde als Fett bezeichnet, als Hässlich, als Komisch, als Aussenseiter, als Sonderbar, achja: hatte ich Hässlich und Fett schon erwähnt? Vor allem wurde ich von Jungs gemobbt, die ich dann ab da mied und alles über einen Kamm scherte. Ich zog mich zurück, redete kaum mehr, hatte selbstzweifel bishin zu Selbstmordgedanken. Vor allem wurde ich kritisiert, weil ich mich nicht schminken wollte. Ich kam in der Zeit einfach nicht mehr klar. Mit der Zeit nahm ich mir alles zu Herzen, weinte zu Hause in meinem Zimmer - von Eltern nicht verstanden. - und was war das Problem? Ich! Ich war das Problem. Ich nahm mir alles zu Herzen, ich solls ignorieren, ich soll kontern!? Einfach gesagt als Erwachsener! Wenn du es als Kind nicht anders kennst oder gelernt hast - stehst du da und weißt nicht, was tun. Ich hatte lediglich 2 Freunde, die ich auch so bezeichnen konnte. Sie halfen mir, bauten mich wieder auf, sie hörten mir zu und vor allem: sie akzeptierten mich so, wie ich war. Jetzt, wo ich manchmal daran zurückdenke, hatte ich Glück solche Freunde gefunden zu haben. Ich wär nicht mehr hier ohne sie.  Mittlerweile bin ich aus meinem alten Wohnort weggezogen und ich hab zu der einen durch eine heftige Auseinandersetzung keinen Kontakt mehr und mit der anderen war ich noch gut ein paar Jahre richtig eng befreundet - aber durch einen großen heftigen Streit und wie es immer im Leben so ist: man lebt sich auseinander und Entwickelt sich verschieden.

Jetzt stellte sich mir die Frage, was ich nach der Hauptschule machen würde. Anfangs war Tierärztin, was ich schon immer machen wollte, hoch im Kurs. Aber das ändertes ich in Grafikerin, weil ich gern kreativ am Weg bin. Schließlich wollte ich dann die Matura auf einer Handelsakademie im Bereich "Multimedia" machen. War aber im Endeffekt zu schlecht für die Schule. Da ich mit meiner Familie umzog und ich für alle anderen Schulen einfach zu schlecht bzw. zu spät dran war blieb mir nur mehr die Polytechnische Schule. Ich wurde quasi ins kalte Wasser geworfen. 

 Die Polytechnische Schule. Joa, ich kam 1 Woche später, als alle anderen und der Horror fing an, als ich in eine volle Klasse reingehen musste mit dem Direktor, der mich vorstellte. Damals wählte ich den Zweig Tourismus (es gab versch. Zweige, Holz, Bau, Büro) Da war ich nun. Allein. Kannte keinen. Wusste nicht was machen. Ich ging erstmals meinen Weg alleine, zog den Kopf ein und blieb für mich, blieb auf meinem Platz und hatte Angst. In den pausen blieb ich alleine, weil ich mich nicht traute, zu den anderen zu gehen. "1 Jahr ist nichts und dann ist es vorbei. Die Zeit vergeht sicher schnell" dachte ich mir damals. Pustekuchen. Von den Jungs aus der Schule wurde ich verarscht. Irgendwie fand ich dann doch anschluss, auch wenn es nur Oberflächlich war. Ich redete etwas mehr und war in den Pausen nicht mehr so alleine - redete aber immernoch nicht sonderlich viel. Ich fand ein paar gute Kollegen, mit denen ich halbwegs reden konnte - mehr auch nicht. Mit der Zeit hatte ich anderen gegenüber misstrauen entwickelt, weil ich schon zu oft enttäuscht wurde. Jemandem voll vertrauen konnte ich zu der Zeit niemandem. Was meine Noten angingen, die waren in der ersten Zeit durchwachsen - aber dann. Ich wurde besser und lerne ununterbrochen. Hatte schlussendlich nur mehr 1er und gelegentlich auch mal einen 2er - aber die 1er überwogen. Angefangen hatte der ehrgeiz, als mich die damalige Klassenlehrerin neben den klügsten Schüler der Klasse / Schule setzte. (weil sie damals dachte, sie setzt schüler neben nicht so guten schülern, damit sie voneinander lernen - was auch funktionierte irgendwie -> zumindest bei mir) Ich wollte besser sein als er - was mir im Endeffekt nicht gelang. Am Jahresende war mein Notendurchschnitt 1,2 und war somit die 2. beste Schülerin der gesamten Schule. Platz 1 war der 1,0 Junge.. ^^ in der Schule hatten, zumindest was ich mitbekam, die Mädls unterschiedliche Themen: rauchen, Schminken, Jungs. Mädls hatten die große Liebe oder schminkten sich und machten sich somit wahnsinnig. und ich muss sagen: damals hatten viele nicht verstanden, warum ich mich nicht schminken würde. dachten, ich vernachlässigte mich oder will nichts aus mir machen. als mich eine fragte: "hattest du schon mal einen Freund?" und ich so: "Nope." machte das in einem kleinem Kreis die Runde. viele wollten es nicht glauben. viele meinten (was ich von anderen erfuhr) ich sei zu hässlich oder einfach zu dick oder zu seltsam. Ich fands einfach kindisch.

Natürlich setzt das wieder einen drauf und zog mich Seelisch runter. Machte mir wieder vorwürfe, dachte ich sei Hässlich und Fett. Damals dachte ich wirklich, ich müsse das machen, was die mehrheit macht, um akzeptiert zu werden.

Ich war nicht beliebt in der Zeit, aber auch kein totaler Aussenseiter. Ich war irgendwas dazwischen.

12.2.15 20:34

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